das schweben in der welt
ein spurenloser traum
und als die seele ging
hinaus aus zeit und raum
ein traum den niemand träumt
und suchst du dich
dann nur die hoffnung quält
ein traum sei nur die welt
da schläft die unschuld
und deshalb hält die gier
sich nicht zurück – peinigt
das fleisch mit wollust und
der hunger wird zur völlerei
der feuchte leib schwemmt weg
die bilder des tages und
ertränkt sie in den fluten seiner träume
das blut es fließt nicht mehr
nur unter dieser haut
wenn alles fließt - da will
ich gern das messer sein
und wenn ich es beim namen nenne
dann treibt die wollust
die seele über alle grenzen
und in dem taumeln
verliert sich das begehren
- das gilt dem fleisch -
und worte werden dann zu messern
die schneiden die gedanken,
die seele und das fleisch
(die eine und das andre)
sind wunde und erlösung
… und kann nicht mehr
aufhören – nicht mehr
leben wie bisher Die lange Nacht war viel
zu früh zu Ende
der Schnee von heute
ist der Schnee von gestern
Verrat beredsam stumm
und wie es morgen ist
das weißt nicht du
noch deine bösen Schwestern
UND das Herz ist
ein geräumiger Friedhof
die worte warten
auf die auferstehung
aus meinem fleisch
denn das schreit
nach erlösung
und meine sehnsucht
treibt den leib
deiner liebkosung,
deinem schlag entgegen ganz weit zum horizont zieht mich
der blick – der spielt mit seiner nähe
und so verlier ich mich dann doch
seh ich was ich sehe
das was da schaut weiß es genau
die schönheit ist die falle
und freude steigt dann in mir auf
als der gedanke durch den kopf mir lief
stille wasser sind nicht tief Am Ufer deines Blicks
stranden meine Gedanken
der Moment gebiert das Begehren
im Niemandsland der Wortlosigkeit
der Mehltau der Zukunft verfliegt
das Unbehagen der Ortlosigkeit schwindet
ich schöpfe Atem für eine mir unbekannte Verheißung
und genieße die Unverschämtheit deiner Provokation
im Fallen in eine unvorhergesehene Gewissheit
finde ich Gelassenheit im Vorschein
die Falte des Unerkannten öffnet sich
wenn ich dich will
dann bist du verloren
wie die matrosen
allesamt vor dir
sind fort – verbrannt
von meiner gier
bin eine schlampe
gehöre mir allein
auch dein hotel
wenn du’s willst
und wenn du dann
auch wieder gehst
lass ich dich ein
der schmerz – der ritzt den körper
nicht – die worte suchen einen
ausgang und finden nur
den blick und eine tränenlose marter
hält an dem gedanken fest
im labyrinth der körper
sich nur eine freiheit finden lässt
die sehnsucht
sie hat einen preis
so nimm mich mit
in jenes land das liegt
hinter den gestaden
deines blicks als ich dein fleisch
in dieser nacht besessen
und niederrang dein letztes
bäumen – schwang die
unendlichkeit auf und ab
und lust nur stottern deine lippen
und schlagen mir den takt
zu unserm lied das dunkel
singt ein unendliches begehren mein fleisch das sei die offenbarung
ganz ohne lüge schenk’ ich’s dir
komm - teil mit mir die heißen schmerzen
brauch keinen andern grund dafür
was soll mir aller segen dieser welt
wenn nur die brandung meine sehnsucht stillt
und wenn am ende nur - wie ein ornat ich trage
die spuren auf der haut von deiner gier Hab mich verlaufen.
Weiß nicht mehr wo
das zu Hause ist
für mein Gefühl,
Wollen und Sein.
Sie ist weich
und anders wie
ich es nicht weiß
und wußte bisher
heiß ist mir heiß.
Ist tief in mir
ein ums andere
mal und ich verlaufe
mich in mir und ihr
und such doch mich. Ich neh’m dich nicht
in deiner kleinsten Größe an
und werd’ mich nicht begnügen
ich denk nicht dran
Mir ist es auch egal wann du
dafür bereit dich finden willst
heut Nacht gehörst du mir
da bist du mein
und da für meine Gier ich tue dir das spiel mit mir
weiß sehr genau das weiß ich nicht
und lass dich glauben du weißt mehr
wenn ich nur will zerreißt’s dich
an meinen ufern strandest du
da bist du meine beute
allein ich kriege was ich will
bin deine sorgen heute und wenn der blick
von tränen klar gewaschen
warst du mein schicksal
denn ich war deins
der horizont der sehnsucht
war verschwunden ganz
in jener nacht unserer begierde im anfang ist ein
die erde hält mich fest
und bin schon angefangen
loslassen im moment
wenn mich das Andere
zieht in diese welt und
einen zu weg finden
wie weit man gehen kann
im wechsel von der einen
auf die andere seite
um herauszutreten aus
geborgenheit
die eigenen Grenzen
überschreiten
oder um auch
einfach nur zu sein das Wort ist ausgedünnt
im Bild findet sich’s nicht
wieder versprochen ist
versprochen
die Antwort ohne Frage
vergessen was es ist und
ohne Bedeutung - Gesten
voll Hoffahrt
und ohne Antlitz
die Maske ist beliebig
grundlos
fern und komm ich zurück
nach dem moment
die die gelebte zeit
verbrachte mich an jenen ort
an dem ich aus der zeit gefallen
an den rändern des schweigens
aus dieser schönheit - dem fragment
muss ich zurück nun
in diese scheinwelt JETZT ich hörte als du sprachst
dein blick der war nicht hier
der widerschein der worte
klingt in gedanken nach
und was da hat gesprochen
aus des bewusstseins grund
aus deinem mund
verstört hat mich -
was ich gehört ich suche dich
und suche mich
wo liegt meine und
wo deine Grenze
geh durch den Raum ganz sacht
bin ich hier oder da
dass ich’s nicht verlier
noch nicht
wissend was ich suchte
tut weh – manchmal
doch ich will’s
spielen mit dir
und meiner Grenze
noch nicht angekommen bin ich
bei dir
und suche den Gesicht schände meinen leib
mit deiner wollust - nur
was du dir nimmst
gehört auch wirklich dir
und dann erst weiß ich
deine gier - meint mich Meine Pein geht
Dich nichts an
Denn du weißt
Nichts von meiner Welt
Dein blick der fällt
In meinen Abgrund
Suchst du den Eingang
Nimm das Messer
Wenn du dich traust
Die Antwort weiß
Mein Fleisch in deinem blick
da spiegelt sich mein abgrund
in deinem beben
da schwingt meine lust
in deinen schreien
klingt mein universum
in deinem fleisch allein
da find ich einen ort
und nur die worte halten
mich an deinem ufer
dort Im Treibsand meiner Hoffnung
Such ich Halt – der Schmerz
Der in der Seele brennt
Und trenn mich ab von dieser Welt
Die Haut so jung – so voll von Lebensgier
Ich lass es frei das Tier
Doch noch weiß ich
Den Ausgang nicht Die hier in Bilder umgesetzten Texte schrieb in einer ersten Phase der Autor Andreas Neu zu einigen meiner Bilder. In der zweiten Phase hier nun antworten meine Bilder wiederum auf diese Texte. Eine dritte Phase, in der Andreas die Texte konkret für den abgebildeten Menschen schreibt, haben wir bereits begonnen, während die zweite noch nicht abgeschlossen ist. |